Verstehen und verstanden werden“ - Informationsbedarf und Entwicklung eines Informationsangebotes zu Trauma und Psychotherapie für junge Geflüchtete

© Hannah Strohmeier, generiert mit KI

Das Projekt „Verstehen und verstanden werden“ zielt darauf ab, jungen Geflüchteten den Zugang zu psychotherapeutischen Angeboten im Bereich Trauma und Traumafolgestörungen zu erleichtern. 

Hintergrund des Projekts

Junge Geflüchtete weisen eine Vielzahl an psychosozialen Stressoren und Belastungssymptomen auf. Nur ein kleiner Teil von Ihnen nimmt psychotherapeutische Unterstützung in Anspruch. Unbehandelte Traumafolgesymptome bergen ein hohes Risiko für eine Chronifizierung der Symptomatik sowie schlechtere Chancen auf Lernerfolg und Teilhabe. Ein Faktor, der die Inanspruchnahme beeinflusst, ist die psychische Gesundheitskompetenz. Das Projekt entwickelt ein digitales Angebot zur Verbesserung der psychischen Gesundheitskompetenz im Bereich Trauma und Traumafolgestörungen.

Projektziel

Im Rahmen des Projekts soll eine Bestandsaufnahme von Hürden und Bedarfen junger Geflüchteter zur Inanspruchnahme von psychotherapeutischen Angeboten bei Trauma und Traumafolgen, ebenso wie zu Präferenzen der Informationsvermittlung, über welche die Jugendlichen Informationen zum Thema konsumieren, erfolgen. Des Weiteren wird ein digitales Informationsangebot zu psychotherapeutischen Interventionen bei Trauma und Traumafolgen erstellt, welche in der Folge evaluiert wird. Abschließend soll die Nutzbarkeit von KI-gestützten Übersetzungstechnologien zur Integration in das Angebot getestet werden.

Projektablauf

In einem dreistufigen Prozess werden zunächst in Fokusgruppen die Informationsbedarfe der Zielgruppe sowie geeignete Formate und Zugangswege (z. B. Erklärvideos oder Social-Media-Angebote) partizipativ erhoben. Auf dieser Grundlage wird ein niedrigschwelliges, kultursensibles digitales Informationsangebot entwickelt und gemeinsam mit Geflüchteten und Fachkräften auf seine Anwendbarkeit hin evaluiert. Abschließend wird getestet, inwiefern KI-gestützte Übersetzungs- und Sprachtechnologien geeignet sind, die Inhalte qualitativ hochwertig in weitere – auch seltene – Sprachen zu übertragen. Das Projekt ist nachhaltig angelegt und über bestehende Netzwerke der Jugendhilfe und Flüchtlingsberatung breit implementierbar.

Innovation

Durch das partizipative Vorgehen im Rahmen der Fokusgruppen und der Evaluation des Angebots wird die Passung für die Zielgruppe sowie ein kultursensibles Vorgehen sichergestellt. Die Umsetzung, welche digital erfolgen soll (z.B. Erklärvideo, Social Media Kanal), kann auch nach Projektende mit geringen Kosten und niedrigem Aufwand weiter verwendet werden. Die Testung der Einbindung von KI-gestützten Übersetzungs- und Sprachtools ermöglicht die Nutzung durch zahlreiche Sprachen ohne eine Begrenzung auf häufige Sprachen. Weiterhin kann das digitale Angebot, gleichwohl es ursprünglich für die Zielgruppe der Jugendlichen mit Fluchterfahrung konzipiert wird, ebenso von älteren Kindern und Erwachsenen nichtdeutscher Muttersprache genutzt werden. Das Projekt ist nachhaltig angelegt und über bestehende Netzwerke der Jugendhilfe und Flüchtlingsberatung breit implementierbar.


Projektleitung

Projektdauer

23.04.2026 - 30.04.2027

Projektförderung

STIFTUNG-KJPP

Förderprogramm

Stiftung für Psychiatrie und Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter

Adressierte SDGs (Sustainable Development Goals)