KnowHow2Share entwickelt eine interaktive Wissensplattform für kleine und mittelständische Unternehmen der Holzbranche mit problembasierten Lernelementen zur Förderung des lebenslangen Lernens im beruflichen Umfeld.
Der Erwerb von Wissen auch nach Berufsausbildung oder Studium ist maßgeblich für Mitarbeitende und den Erfolg von Unternehmen. Insbesondere KMUs haben oft zu wenige Ressourcen und einen zu geringen praxisnahen Zugang zu Wissen und Innovation. Zudem wird erworbenes Wissen zwischen Betrieben zu wenig geteilt.
Das Projekt „KnowHow2Share“ überträgt spielerische sowie motivierende Ansätze digital gestützter sowie interaktiver Lernumgebungen auf das Lernen im betrieblichem Umfeld. Unterstützt durch praxisnahe Lernelemente werden die Nutzer gezielt beim Wissenserwerb begleitet. Ob diese Ansätze im betrieblichen Umfeld Akzeptanz finden und inwieweit selbstgesteuertes Lernen mittels einer solchen Plattform möglich ist, soll im Projektverlauf validiert werden.
Die Plattform soll später sowohl kostenfreie Inhalte anbieten als auch individuelle Lernumgebungen für Unternehmen bereitstellen.
Im Rahmen des Projektes soll eine praxisnahe Lernumgebung für das betriebliche Lernen entwickelt und erprobt werden. Ziel dabei ist es, den Wissenserwerb insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen zu unterstützen, den Austausch von Wissen zwischen Betrieben zu fördern und die Akzeptanz sowie die Machbarkeit selbstgesteuerten Lernens mittels digitaler Lernumgebungen zu validieren.
Im Rahmen des Projektes wird ein iteratives, nutzerzentriertes Vorgehen gewählt. Zunächst werden die Bedürfnisse, Erwartungen und Lernvoraussetzungen der Zielgruppe systematisch analysiert, um relevante Anforderungen an Inhalte, Lernformate und technische Rahmenbedingungen zu identifizieren. Auf dieser Grundlage wird ein Pflichtenheft erstellt, das die didaktischen Anforderungen sowie die Gestaltung der Lernumgebungen definiert.
Darauf aufbauend erfolgt die didaktische Begleitung bei der Entwicklung des Prototyps. Dieser wird in mehreren Schleifen mittels Funktions- und Usabilitytests überprüft und weiterentwickelt. In einer anschließenden Testphase wird der Prototyp im Anwendungskontext erprobt, wobei die Nutzung wissenschaftlich begleitet wird, Daten erhoben und Rückmeldungen der Nutzenden ausgewertet werden. Die Lerninhalte und das didaktische Design werden auf Basis dieser Ergebnisse gezielt angepasst und optimiert.
Abschließend erfolgt die systematische Datenauswertung sowie die Dokumentation der Ergebnisse. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in Form einer Fallstudie aufbereitet, die für die Lehre genutzt und als praxisnahes Beispiel für den Einsatz interaktiver Lernumgebungen im beruflichen Kontext dient.
Das Projekt ist innovativ, da es problembasierte Lernaktivitäten systematisch auf das Lernen im betrieblichen Kontext überträgt und didaktisch fundiert umsetzt. Im Fokus steht nicht die reine Wissensvermittlung, sondern selbstgesteuertes, praxisnahes Lernen in realitätsnahen Anwendungsszenarien. Durch die wissenschaftlich begleitete Machbarkeitsstudie wird die technische, didaktische und organisationale Umsetzbarkeit des Ansatzes empirisch validiert.
Ein erfolgreicher Projektabschluss bietet insbesondere kleinen und mittelgroßen Unternehmen einen niedrigschwelligen Zugang zu innovativen Weiterbildungsformaten, stärkt die Lernmotivation der Mitarbeitenden und fördert den Austausch von Wissen zwischen Betrieben. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur Fachkräftesicherung (isb. in der Branche), zur Steigerung der Innovationsfähigkeit und zur digitalen Transformation in der beruflichen Weiterbildung.
ORCID iD: 0009-0002-3999-4025