Das Projekt „Gebäudetyp e – Schwerpunkt Holzbau“ leistet einen Beitrag zur Stärkung des regionalen Holzbaus. Somit ist es eine Chance für die gesamte regionale Wertschöpfungskette Holz die eigenen Potentiale gemeinsam auszubauen.
Das bereits vorhandene Wissen zu Themen wie „Einfach bauen“, „Gebäudetyp e“, Verwendung von regionalem Holz, regionale Holzbearbeitung, etc., soll im Rahmen des Projektes mit den Protagonisten des regionalen Holzbaus - Planende (ByAK, ZT Tirol/Vorarlberg), Produzierende und Ausführende (proHolz Tirol und proHolz Bayern), sowie Forschende (TH Rosenheim) und ggf. BehördenvertreterInnen- diskutiert werden. Die Bestrebungen - wodurch das Bauen wieder "einfacher" werden, aber weiterhin architektonische Qualität aufweisen soll- hat sich deutschlandweit von Bayern ausgehend auf die Bundesebene ausgeweitet, was nun sogar zu Überlegungen einer Gesetzesänderungen im BGB (Bürgerlichem Gesetzbuch) zum Werk- und Bauvertragsrecht zur Folge hat.
Der Freistaat Bayern hat in Kooperation mit der ByAK im November 2023 mit der Realisierung von „19 Pilotprojekten“ gestartet, anhand derer konkrete Maßnahmen identifiziert werden sollen, die das Bauen „vereinfachen“ sollen. Die Erkenntnisse aus diesen Pilotprojekten, sowie die Erkenntnisse aus den Forschungsprojekten „Einfach Bauen“ in der City of Wood in Bad Aibling (z.B. schichtenarmes Bauen, Reduktion der schallschutztechnischen Maßnahmen, rückbaufähige, sortenreine Trennung der Schichten/Materialien, etc.) stellen auch den Holzbau vor neue Herausforderungen, die in der Planung von Gebäuden berücksichtigt werden sollten.
Mithilfe dieses Projekts soll -mit besonderem Fokus auf die Inntal-Region -ein „Umdenken im Holzbau“ angestoßen und die am Holzbau Beteiligten motiviert werden, neue Lösungswege zu gehen. Das bereits vorhandene Wissen zu Themen wie „Einfach bauen“, „Gebäudetyp e“, Verwendung von regionalem Holz, regionale Holzbearbeitung, etc., soll im Rahmen der geplanten Experten-Veranstaltungsreihe sowie durch die Präsentation beispielhafter Projekte und Forschungsansätze, einem breiten Fachpublikum zugänglich gemacht werden.
Der grenzüberschreitende Austausch eröffnet zudem die Möglichkeit, planerische, rechtliche, infrastrukturelle und fertigungstechnische Rahmenbedingungen beider Länder miteinander zu vergleichen. Dadurch können alternative und innovative Lösungsansätze identifiziert und weiterentwickelt werden. Exemplarische Fallbeispiele beiderseits der Grenze, die unter unterschiedlichen strukturellen Voraussetzungen entstanden sind, sollen die Machbarkeit und Umsetzbarkeit verschiedener Lösungswege aufzeigen – sowohl auf Gebäudeebene als auch anhand innovativer, einfacher Bauteil- und Detaillösungen. Aus diesen Erkenntnissen können neue, an die spezifischen Anforderungen und Akteurinnen und Akteure der Region angepasste Konzepte und Ideen für den Holzbau entstehen.
Das bereits vorhandene Wissen zu Themen wie „Einfach bauen“, „Gebäudetyp e“, Verwendung von regionalem Holz, regionale Holzbearbeitung, etc., soll im Rahmen der geplanten Veranstaltungsreihe, den Workshops, dem Lehrprojekt sowie durch die Präsentation beispielhafter Projekte und Forschungsansätze, mit einem größeren Fachpublikum diskutiert werden. Die Ausstellung, die am Ende des Projektes die Erkenntnisse des länderübergreifenden, interdisziplinären Austauschs zusammenfasst, bringt die Inhalte dann in die Breite.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Austausch unterschiedlicher Perspektiven der beteiligten Akteurinnen und Akteure der „Wertschöpfungskette Holz“ – insbesondere von Planenden und Ausführenden. Unterschiedliche Sichtweisen führen in der Praxis häufig zu Missverständnissen in Planung und Ausführung. Durch den interdisziplinären Dialog sollen gemeinsame Ziele und ein gemeinsames Verständnis für zukunftsfähigen Holzbau entwickelt werden. Innovation entsteht nur durch Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg.
Das Projekt bringt Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen gezielt zusammen und schafft damit die Grundlage für eine langfristige Zusammenarbeit über die Projektlaufzeit hinaus. Idealerweise entsteht dabei ein gemeinsames „Mindset“, das den regionalen Holzbau nachhaltig stärkt und an zukünftige Herausforderungen anpasst.
ORCID iD: 0000-0002-4112-1402