Interreg BayAut_Circular Foresight Initiative: Schaffung eines bayerisch-österreichischen Circularity-Forums

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Grenzüberschreitendes Innovationsprojekt zur Förderung zirkulärer Geschäftsmodelle und resilienter Wertschöpfungsketten

Hintergrund des Projekts

Die bayerisch-österreichische Region steht vor großen wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen. Unternehmen müssen ihre Produktions- und Wertschöpfungsprozesse nachhaltiger gestalten und gleichzeitig resilienter gegenüber Rohstoffengpässen und geopolitischen Krisen werden. Besonders kleine und mittlere Unternehmen verfügen jedoch oft nicht über ausreichend Ressourcen, um eigenständig kreislaufwirtschaftliche Geschäftsmodelle zu entwickeln und umzusetzen.

Die Circular Foresight Initiative (CFI) setzt genau hier an. Ziel des Projekts ist es, bestehende Erfahrungen und Innovationspotenziale von Vorreiterunternehmen im Bereich Circular Economy systematisch zu erfassen, auszuwerten und für weitere Unternehmen nutzbar zu machen. Dazu werden Unternehmen aus materialintensiven Branchen aktiv eingebunden und ihre Erfahrungen, Herausforderungen und erfolgreichen Strategien analysiert.

Im Mittelpunkt steht die neu entwickelte Circular-Foresight-Methodik, die Szenarioanalysen und Corporate-Foresight-Ansätze mit Fokus auf Kreislaufwirtschaft kombiniert. In Workshops mit Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Clusterorganisationen werden praxisnahe Zukunftspfade und Strategien für eine erfolgreiche zirkuläre Transformation entwickelt.

Projektziel

Im Rahmen des Projekts soll ein grenzüberschreitendes Innovationsnetzwerk für Kreislaufwirtschaft im bayerisch-österreichischen Raum aufgebaut werden. Ziel ist es, Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung zirkulärer Geschäftsmodelle zu unterstützen und gleichzeitig neue Erkenntnisse über Erfolgsfaktoren, Barrieren und zukünftige Anforderungen der Circular Economy zu gewinnen.

Darüber hinaus soll die Circular-Foresight-Methodik weiterentwickelt und praktisch erprobt werden. Unternehmen sollen befähigt werden, langfristige Strategien für nachhaltige und resiliente Wertschöpfungsprozesse eigenständig zu entwickeln.

Die Projektergebnisse sollen außerdem politischen Entscheidungsträgern sowie Unterstützungsorganisationen helfen, zukünftige Förder- und Unterstützungsmaßnahmen gezielter an den Bedürfnissen der Unternehmen auszurichten.

Projektablauf

Das Projekt basiert auf einem Bottom-up-Ansatz. Im ersten Schritt werden bestehende Erfahrungen und Best Practices von Unternehmen im Bereich Kreislaufwirtschaft gesammelt und analysiert.

Anschließend werden Workshops mit sogenannten Circular-Economy-Pionieren durchgeführt. Dabei werden Herausforderungen, Bedarfe und erfolgreiche Lösungsansätze identifiziert und in Form von Zukunftspfaden systematisch aufbereitet.

Die Grundlage bildet die an der TH Rosenheim entwickelte Circular-Foresight-Methodik. Diese kombiniert Zukunftsforschung, Szenarioanalysen und praxisorientierte Unternehmensworkshops.

Die Workshops werden gezielt in bestehende Veranstaltungen wie Messen, Branchentreffen und Netzwerkformate integriert, um möglichst viele relevante Unternehmen zu erreichen.

Die gewonnenen Erkenntnisse werden abschließend validiert, dokumentiert und für Unternehmen sowie weitere Akteure im regionalen Innovationssystem aufbereitet.

Innovation

Innovativ an der Circular Foresight Initiative ist der konsequente Bottom-up-Ansatz. Im Gegensatz zu klassischen Projekten werden keine vorgefertigten Lösungen entwickelt, sondern die realen Bedürfnisse, Erfahrungen und Herausforderungen der Unternehmen in den Mittelpunkt gestellt.

Mit der eigens entwickelten Circular-Foresight-Methodik entsteht ein neuartiger Ansatz, der Unternehmen nicht nur kurzfristig unterstützt, sondern sie langfristig dazu befähigt, eigenständig zirkuläre Geschäftsmodelle und Innovationsstrategien zu entwickeln.

Darüber hinaus verbindet das Projekt bestehende Netzwerke und Akteure aus Bayern und Österreich zu einem gemeinsamen grenzüberschreitenden Innovationsökosystem. Dadurch entstehen neue Kooperationen, Wissenstransfers und Synergien entlang zirkulärer Wertschöpfungsketten.

Wirtschaft und Gesellschaft profitieren insbesondere durch:

  • höhere Ressourceneffizienz,
  • resilientere Liefer- und Wertschöpfungsketten,
  • geringere Rohstoffabhängigkeit,
  • neue Innovations- und Marktpotenziale sowie
  • praxisnahe Handlungsempfehlungen für Unternehmen und Politik

Projektleitung


Teilprojektleitung

Projektmitarbeiter und Mitarbeiterinnen


Projektdauer

01.01.2026 - 30.06.2028

Projektpartner

Wirtschaftsförderungsgesellschaft Burghausen mbH
Ressourcen Forum Austria
Business Upper Austria
Trägerverein Umwelttechnologie-Cluster Bayern e.V.
Standortagentur Tirol GmbH
Innovation Salzburg GmbH

Projektförderung

Europäische Union

Förderprogramm

Interreg Bayern-Österreich